Der Dresdner Bass René Pape

Portrait: René Pape

Gefeierter Bass und Star der Produktion „T.H.A.M.O.S.“ von der Salzburger Mozartwoche 2019. Für viele gilt er als der derzeit beste Bass, dementsprechend gefragt ist der 54-jährige Deutsche auf den größten Opernbühnen der Welt. Die Stiftung Mozarteum ist glücklich Pape für eine der szenischen Produktionen der heurigen Mozartwoche gewonnen zu haben, singt er doch in dieser neuen Fassung sogar eine Arie seiner Paraderolle, dem Sarastro aus der Zauberflöte.

Von Dresden bis nach New York

In Dresden geboren begann er seine Karriere als stolzer Kruzianer bis er sein erstes Engagement an der Staatsoper Unter den Linden erhielt. Die Staatsoper sieht er bis heute als seine musikalische Heimat, ein Wort, das der umtriebige Weltenbummler kaum mehr kennt, ist er als Deutscher sogar an der MET ein Publikumsliebling. „Vocalist of the Year“, „Mastersinger of the MET“ und zweifacher Grammy-Preisträger kann der Sachse sich nennen.

Seine Schicksalsoper

Die Zauberflöte begleitete den jungen Pape bereits im Kindesalter. Während seiner Zeit im Dresdner Kreuzchor und an der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber sang er einen der Knaben und debütierte später ebenfalls als Student in der Rolle des Sarastro. Auf fidelio kann man seine Paraderolle in der glänzenden Inszenierung von Pierre Audi bewundern. Im Rahmen des Großprojekts M22 im Jahr 2006 wurde die Oper unter der Leitung des Mozartspezialisten Riccardo Muti erneut auf die Bühne gebracht.

Der jüngste Sarastro aller Zeiten

Im Jahr 1991 debütierte er bei den Salzburger Festspielen in der Rolle des Sarastro. Es war sowohl sein Rollen-, als auch sein Festspieldebut. Sir Georg Solti holte den weitgehend unbekannten Bass direkt zu einer der größten Bühnen der Welt. Mit erst 26 Jahren war er der jüngste Sarastro bei den Salzburger Festspielen aller Zeiten und sang sich mühelos zum Shootingstar des Jahres 1991. Ab sofort machte seine Karriere einen steilen Weg bergauf.

Habedere, Herr Kammersänger

Der Traum vieler Opernsänger ist es, einmal Kammersänger der Wiener Staatsoper zu werden. Vom Wiener Publikum geliebt und seit 1991 – auch hier zu allererst mit der Zauberflöte – regelmäßig auf der Bühne des Hauses am Ring, war es nur eine Frage der Zeit, dass 2018 diese Auszeichnung folgen sollte. An seine treuen Wiener Anhänger gerichtet versprach er damals: „Es wird mir weiterhin eine große Freude sein, Sie glücklich machen zu können!

#PapeDuck

René Pape ist auch ein aktiver Social Media-Nutzer. Mit dem Hashtag „#PapeDuck“ startetet einen eigenen Trend, wobei er seine Follower auffordert Fotos mit der Pape-Ente zu machen und diese zu teilen. Auf Instagram findet man bereits über 180 Fotos. „Singen muss Spaß machen – der Beruf ist ernst genug.“ Pape ist berühmt für seinen Humor, was man in der neuesten Folge von Barbara Retts „Ein Tag im Leben von …“ deutlich erleben kann.

„I hope you enjoy this first-edition René Pape CelebriDuck! Take photos with your duck and share on social media using #PapeDuck so I can follow your adventures!“

René Pape bei den Salzburger Festspielen
René Pape als Sarastro in der Zauberflöte 2006

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