Sir Simon Rattle, Gurre-Lieder, LSO

Let’s go promming

Die Geschichte der BBC Proms

„The Proms“ wird das Londoner Musikfestival genannt, das jedes Jahr in den Sommermonaten ungefähr 70 klassische Konzerte vor allem in der Royal Albert Hall veranstaltet.

Das Wort „proms“ kommt von „Promenadenkonzert“ und huldigt einer über Jahrhunderte alten Tradition, die ursprünglich in den 1830er Jahren von Frankreich nach England gebracht wurde. Nämlich ging es bei einem Promenadenkonzert darum, in einer möglichst lockeren und informellen Atmosphäre klassische Konzerte zu genießen. Dazu sollten die Preise auch recht niedrig ausfallen, damit die Musik vorzugsweise vielen Menschen präsentiert werden kann und sogar Neulinge dafür gewonnen werden können. Es war sogar damals erlaubt, sich im Konzertsaal oder anderen Aufführungsstätten frei zu bewegen, um das zwanglose Flair zu unterstreichen, eine Praxis, die bei heutigen Standards undenkbar wäre, aber damals durchaus üblich war. Louis Jullien veranstaltete die Konzerte in London im Zeitraum von 1841-59, die mit kurzen Unterbrechungen bis heute weitgeführt wurden. Doch der wichtigste Vertreter zur Etablierung der „Proms“ war Sir Henry Joseph Wood. Der englische Dirigent übernahm eine Sommersaison des Festivals in 1895 und war dabei so erfolgreich, dass es ab diesem Zeitpunkt eine feste Position im britischen Musikkalender einnahm. Wood stellte einen Meilenstein der britischen Musikgeschichte dar, indem er über 700 neue Werke von nationalen, wie internationalen Künstlerinnen und Künstlern dem britischen Publikum vor allem im Rahmen der „Proms“ vorstellte.

„Promming“ ist dabei eine zentrale Tradition und Praxis des Festivals und wird bis heute gelebt. Beim „Promming“ geht es um die Stehplätze in der Royal Albert Hall. Es gibt zwei Bereiche: Direkt in der Mitte der Arena, mit bester Sicht auf das Geschehen und die Gallerie, die mit einer beeindruckenden Vogelperspektive besticht. Zusammen sind das bis zu 1350 Stehplätze. Die limitierte Anzahl an Tickets kann immer am Vormittag des Konzerttags zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis erworben werden.

Die Proms auf fidelio

Auf fidelio gibt es eine ganze Reihe an atemberaubenden Konzerten, die ab sofort und jederzeit zu genießen sind. Hier ein Auszug:

  • Schönbergs „Gurre-Lieder“ geleitet vom einzigartigen Sir Simon Rattle mit über 500 Chorsängerinnen und Sängern
  • The First Night of 2017 zeichnet sich unter anderem durch Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 gespielt von Igor Levit aus
  • Der Beethoven-Symphonien-Zyklus mit Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra wird ab 9. Juli premiert
  • Martha Argerich spielt das Liszt Klavierkonzert Nr. 1
  • Die Goldberg-Variationen gespielt von András Schiff
  • Ravels „Boléro“ und das  Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 3 mit Valery Gergiev und den Münchner Philharmonikern

 

Ihr Florestan

 

Sir Simon Rattle, LSO, Gurre-Lieder, Schönberg, Royal Albert Hall
Sir Simon Rattle dirigiert das die Gurre-Lieder von Schönberg
Goldberg-Variationen, Bach, Schiff, Royal Albert Hall
Sir András Schiff spielt die Goldberg-Variationen von Bach
Martha Argerich, Daniel Barenboim, West-Eastern Divan Orchestra
Martha Argerich spiel Liszt Klavierkonzert Nr. 1
Valery Gergiev, Ravel Boléro, Münchner Philharmoniker
Valery Gergiev dirigiert die Münchner Philharmoniker

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