Augarten. c.nina streit

Unsere Herbst-Playlist für klassische Musik

“Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen;
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.”

– so beschreibt Eduard Mörike seinen Septembermorgen.

Damit auch Ihre Herbsttage so schön verlaufen, haben wir eine melancholische Herbst-Playlist für Sie zusammengestellt.

1. Mussorgskys “Bilder einer Ausstellung”

1874 besuchte Modest Mussorgsky in St. Petersburg eine Gedächtnisausstellung des kurz zuvor verstorbenen Malers Viktor Hartmann, mit dem er eng befreundet gewesen war. Sie inspirierte ihn zur Komposition eines äußerst originellen Klavierzyklus, der zehn Bildermusikalisch nachempfindet und diese durch ein kurzes Musikstück (“Promenade”) wie ein Gang von einem Saal zum anderen verbindet.

2. Vivaldis “Vier Jahreszeiten”

Springen Sie bei diesem legendären Zyklus gleich zum Herbst. Der Herbst beginnt mit einem heiteren Bauerntanzlied. Der Wein rieselt in langen Violinläufen, und die Bezechten fallen in traumschweren Schlaf, bis sie vom Lärm einer morgendlichen Hetzjagd geweckt werden. Hören Sie außerdem wie die musikalischen Blätter vom Baum fallen und sich die Natur in eine Farbenvielfalt verwandelt.

3. Schumanns “Cellokonzert in a-Moll”

Lassen Sie sich vom romantisch-leuchtende Klang der Wiener Philharmoniker und Leonard Bernsteins expressiver Interpretation des Cellokonzertes im Wiener Musikverein verzaubern. Die etwas melancholischen Klänge passen unserer Meinung nach perfekt zu einem verregneten Herbsttag. 

4. Chopins “Fantasie in f-Moll”

Ein wehmütiges, verträumtes Klavierkonzert, das zum gemütlichen Teetrinken im Wohnzimmer einlädt. Pianist ist niemand geringerer als Krystian Zimerman, ein regelrechter Chopin Experte, der einst den 1. Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann.

5. Haydns “Die Jahreszeiten”

Erleben Sie das Meisterwerk unter der grandiosen Leitung von Nikolaus Harnoncourt von den Salzburger Festspielen. “Maestro Harnoncourt ist der Lieblingsstar jener, die eigentlich keine Stars mögen. Ihm glaubt man die Floskel vom Dienst am Werk, am Genie. Seine Begeisterung und Entdeckerfreude erfreuen und begeistern”, so die Frankfurter Allgemeine. Das Werk ist äußerst illustrativ und tonmalerisch. Hören Sie zum Beispiel einen schimmernden Sonnenaufgang in klarem D-Dur oder einen abgeschossener Vogel der durch einen überraschenden Paukenschlag musikalisch vom Himmel fällt.

Hier unsere weiteren Herbst-Hightlights von unserer Playlist:

Wagner, Lohengrin
Weber, Der Freischütz
Tschaikowsky, Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ‘Pathétique’
Tschaikowsky, Schwanensee
Haydn, Violinkonzert G-Dur Hob. VIIa:4 (Cellofassung)
Dvorák, Slawischer Tanz op. 46 Nr. 8
Debussy, Prélude à l’après midi d’un faune
Brahms, Zigeunerlieder op. 103
Liederabend Peter Schreier – Schumann, Brahms
Mahler, Symphonie Nr. 2 c-Moll
Corelli, Concerti grossi op. 6/11&12 – La Follia op. 5/12
Mozart, Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Schumann, Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 “Rheinische”
Mendelssohn, Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 “Italienische”
Grieg, Klavierkonzert a-Moll op. 16
Beethoven, Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 “Pastorale”

Wir wünschen Ihnen viel Musikgenuss und einen guten Start in den Herbst mit unserer Playlist!

Ihre Leonore

 

Bilder einer Ausstellung, Mussorgsky
Bilder einer Ausstellung, Mussorgsky

 

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