Corina Belcea und the Belcea Quartet

Freiheit und Exzellenz – The Belcea Quartet

„The Belcea Quartet“ – ein Weltklasse-Streichquartett aus London, benannt nach der rumänischen Geigerin Corina Belcea steht derzeit auf der digitalen fidelio-Bühne.

Bisher waren die Wahlbriten prominent mit sämtlichen Streichquartetten von Ludwig van Beethoven auf fidelio vertreten. Doch nun kommen zwei weitere Quartett-Serien von Johannes Brahms und Benjamin Britten dazu sowie ein wunderbares Konzert aus dem (nicht mehr ganz so) neuen Pierre-Boulez-Saal aus Berlin. Genehmigen Sie sich einen Appetithappen dieser drei Produktionen und lesen Sie anschließend den Steckbrief, wenn Sie dieses außergewöhnliche Quartett bisher noch nicht erleben konnten.

Eine Brahms’sche „Zangengeburt“

Hier sind drei Werke, die dem großen Komponisten Johannes Brahms nicht allzu leicht von der Hand gegangen sind. Aus Briefen weiß man, dass er an den beiden ersten Streichquartetten, die in Opus 51 zusammengefasst sind, 8 Jahre lang immer wieder gefeilt hat. Angeblich verwarf er 20 andere Streichquartette und sprach von einer „Zangengeburt“ bis er endlich das erste veröffentlichte. Belcea sind diese Quartette besonders wichtig. „Die drei Quartette sind von großer Schönheit und raffinierter Eleganz, die uns immer wieder inspirieren“, sagt Corina Belcea. Es ist eine Schönheit und Raffinesse, die von der brillanten und nuancierten Interpretation dieser Studioaufnahme ausgeht.

Ein Œu­v­re in drei Quartetten

Auch Benjamin Britten bediente sich diesem Genre, diesem grenzenlosen Ideen-Spielplatz der Komponisten. Er verfasste die Quartette in einem Zeitraum von 34 Jahren, von Kompositionsanfängen bis zum letzten großen Werk vor seinem Tode, man erlebt Brittens musikalische Entwicklungsreise in drei Stationen. Dem Belcea-Quartet gelingt auf herausragende Weise der Spagat zwischen der jugendlichen Überschwänglichkeit der ersten beiden sowie der lyrischen Getragenheit und süßen Morbidität des dritten Streichquartetts. Aufgenommen vor Publikum in dem legendären Studio Davout in Paris, zeigen die Musiker große Empfindsamkeit für die vielen Zwischentöne Brittens und eine perfekte klangliche Balance, die in dieser Form heute nur bei wenigen Streichquartetten zu hören ist.

Belcea im Boulez-Saal

Das Belcea-Quartet kann eine beeindruckende Diskographie vorweisen, von dem großen klassischen Repertoire bis zu modernen Werken. Dieses Konzert fängt die Aura des Streichquartetts punktgenau ein. Die 360°-Bühne des Pierre-Boulez-Saals sorgt für hautnahen Kontakt zwischen Publikum und Streichvirtuosen. Man singt gemeinsam Haydns Streichquartett „Alla Zingarese“ mit ungarisch-tänzerischem Feuer. Man träumt gemeinsam in Ligetis Metamorphosen, die aus einer Keimzelle enstehen und orchestral-gewaltig enden. Man atmet gemeinsam amerikanische Morgenluft, mit Indianertänzen aus Iowa und Spirituals christlicher Gemeinden, wovon Dvořák sich zum „Amerikanischen Quartett“ inspirieren ließ.

Steckbrief Belcea Quartet

  • 1994 in London von der rumänischen Geigerin Corina Belcea gegründet
  • Alle vier Mitglieder kannten sich von ihrer gemeinsamen Zeit am Royal College of Music
  • Uraufführungen von Streichquartetten von Mark-Anthony Turnages, Thomas Larcher, Krzysztof Penderecki sowie Joseph Phibbs
  • Das Quartett fördert auch die Jugend mit dem Programm „Belcea Quartet Trust“, wo sie junge Streichquartette unterrichten
  • Ihre beeindruckende Diskographie beinhaltet Werke von Britten, Bartók sowie Beethoven, Schubert, Brahms, Mozart, Debussy, Ravel und Dutilleux
  • „The Belcea Quartet“ gewann den Gramophone Award für die beste Debut-Aufnahme, einen ECHO-Klassik, den MIDEM Cannes Award sowie mehrere Nominierungen verschiedener Preise

Ihre Leonore & Ihr Florestan

The Belcea Quartet spielt Brahms Streichquartette

The Belcea Quartet spielt Brahms Streichquartette

Corina Belcea an der Violine
Corina Belcea an der Violine

 

Könnte Ihnen auch gefallen

flatlay, hand holding christmas present, cookies, weihnachtskekse

Ein Adventabend mit fidelio

vienna-chamberbrass

Jeunesse Start-Up Konzerte

Mozarts Autograp eines Ausschnitts seines Requiem in d-Moll

Requiem – stille Meditation und unbändige Anklage

Augarten. c.nina streit

Unsere Herbst-Playlist für klassische Musik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.