Die digitale Mozartwoche auf fidelio

Die digitale Mozartwoche vereint auch 2021 alles, wofür das weltweit bedeutendste Mozart-Festival der Stiftung Mozarteum Salzburg seit 1956 steht: Große Orchesterkonzerte, ausgesuchte Juwelen der Kammermusik und besondere Konzertformate mit den besten Mozart-InterpretInnen, die den vielfältigen Kosmos des großen Komponisten erlebbar machen. Aufgrund der andauernden Coronapandemie muss in diesem Jahr leider auf Publikumsbeteiligung verzichtet werden. Nichtsdestotrotz, wird Mozarts 265. Geburtstag gebührend gefeiert. Auf fidelio können Sie die Mozartwoche bequem von zu Hause aus mitverfolgen.

Freuen Sie sich unter anderem auf diese Konzerthighlights:

94 Sekunden neuer Mozart

Die digitale Mozartwoche 2021 präsentiert mit 94 Sekunden neuer Mozart eine außergewöhnliche Entdeckung: Ein bislang unbekanntes Mozart-Stück wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und erklingt im Großen Saal des Mozarteums. Das Allegro in D-Dur KV 626b/16, wird von Ulrich Leisinger, dem wissenschaftlichen Leiter der Stiftung Mozarteum, erläutert und vom Pianisten Seong-Jin Cho zum ersten Mal aufgeführt. Das Mozart-Autograph erwarb die Stiftung Mozarteum noch vor der Coronakrise aus Privatbesitz; dabei handelt es sich um ein Klavierstück, das der Komponist höchstwahrscheinlich im Alter von 17 Jahren Anfang 1773 am Ende seiner dritten Italienreise oder unmittelbar nach der Rückkehr nach Salzburg aufgeschrieben hat.

Hochkarätige Mozart-InterpretInnen im Stream

Im Eröffnungskonzert der digitalen Mozartwoche steht das Mozarteumorchester Salzburg mit den SolistInnen Xavier de Maistre an der Harfe und Flötistin Mathilde Calderini unter der Leitung von Keri-Lynn Wilson. Sopranistin Giulia Semenzato, Bassbariton Luca Pisaroni und Intendant Rolando Villazón interpretieren Konzertarien und Szenen aus Le nozze di Figaro.

Cara sorella mia aus der Reihe Briefe und Musik wird von Emmanuel Tjeknavorian auf Mozarts „Costa“-Violine, Marie Sophie Hauzel an Mozarts originalem Hammerklavier und der Schauspielerin Adele Neuhauser gestaltet und beleuchtet die Beziehung von Wolfgang Amadé zu seiner Schwester. Adele Neuhauser liest aus den Briefen Mozarts, die er zwischen 1770 und 1788 an Maria Anna geschrieben hat. Die Geschwister hatten ein herzliches Verhältnis. Mozart schätzte das Urteil seiner älteren und gleichfalls hochtalentierten Schwester sehr; Maria Anna gilt, gerade in den ersten Jahrzehnten nach Mozarts Tod, als wichtige Vermittlerin seiner Werke.

Thomas Hengelbrock dirigiert das Balthasar-Neumann-Ensemble in einem speziell für diese Mozartwoche konzipierten Pasticcio für Tenor und Sopran: Szenen einer Ehe. Hengelbrock und sein international renommiertes Originalklangensemble lassen zusammen mit Katharina Konradi (Sopran) und Jonathan Abernethy (Tenor) Wolfgang Amadés und Constanzes liebevolle Verbindung in Wort und Ton lebendig werden.

Maestro Daniel Barenboim setzt seinen Zyklus der großen Klavierkonzerte und späten Symphonien mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen der Mozartwoche fort. An seiner Seite: die gefeierte Mezzospranistin Marianne Crebassa. Das Konzert vereint u. a. die Prager Symphonie KV 504 und das c-Moll Klavierkonzert KV 491 mit der berühmten Arie Ch’io mi scordi di te? – Non temer, amato bene KV 505, die Mozart 1786 für die englische Sopranistin Nancy Storace komponierte, jene Sängerin, die bei der Uraufführung von Le nozze di Figaro die „Susanna“ verkörperte.

Das Konzert der Camerata Salzburg mit der jungen litauischen Dirigentin Giedrė Šlekytė, Star-Violinist Renaud Capuçon, Gérard Caussé (Bratsche) und Regula Mühlemann (Sopran) bringt neben dem geistlichen Werk Exsultate jubilate KV 165, das Mozart auf seiner letzten Italienreise 1773 komponierte, die prunkvolle Pariser Symphonie KV 297, die Sinfonia concertante für Violine und Viola KV 364 sowie die Arie des jugendlichen Aminta L’amerò, sarò costante aus Il re pastore KV 208.

Die Mozartiade gibt einen tiefen Einblick in das Liedschaffen Mozarts, die gefeierte Mezzosopranistin Magdalena Kožená, Sylvia Schwartz (Sopran) und Tenor Mauro Peter interpretieren zahlreiche Lieder des Komponisten. Begleitet werden die SolistInnen von Elena Bashkirova am Klavier.

Im Bereich der Kammermusik stehen mit dem Salzburger Hagen Quartett, das heuer sein 40-jähriges Bestehen feiert, und den jungen französischen Streichern des Quatuor van Kuijk zusammen mit Maximilian Kromer (Klavier) versierte Mozart-InterpretInnen auf der Bühne. Mit Martha Argerich verbindet Daniel Barenboim eine über 70 Jahre währende Freundschaft, seit vielen Jahren sind sie auch gefeierte Duopartner: Die beiden Klaviergiganten spielen ausgewählte Werke Mozarts zu vier Händen.

Die Mozartwoche 2021 sowie Mozartwochen-Archiv auf fidelio

fidelio zeigt alle zehn Konzertproduktionen der verkürzten, erstmals nur digital stattfindenden Mozartwoche, exklusiv für den österreichischen und deutschen Raum. Insgesamt 54 weitere Programme wie Konzerte, Veranstaltungen, Hintergrundberichte und KünstlerInneninterviews früherer Festivalausgaben runden das Erlebnis Mozartwoche auf fidelio ab. Dazu zählen auch Highlights wie Der Messias und Pùnkitititi von der Mozartwoche 2020 oder T.H.A.M.O.S. aus dem Jahr 2019, aber auch ältere Archivschätze seit 1997. MozartliebhaberInnen haben die Möglichkeit, das komplette digitale Mozartwoche-Angebot für 30 Tage um 14,90 Euro zu genießen oder ein fidelio-Jahresabo zum Aktionspreis um 99 Euro inkl. DVD „Der Messias“ von der Mozartwoche 2020 sowie einer kleinen Überraschung von Rolando Villazón.

Wir können es kaum erwarten diese Konzerte auf fidelio zu streamen! Hier sehen Sie alle Konzerte im Überblick.

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