Alles Gute, Mendelssohn!

Heute vor 212 Jahren, am 3.2. 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy in Hamburg geboren.

Schon gewusst?

  • 1821 besucht der 12jährige Mendelssohn Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Der Dichter ist vom Improvisationstalent des jungen Pianisten beeindruckt.
  • Zu Mendelssohns Fans gehört der französische Komponist Hector Berlioz, der anlässlich einer Einladung nach Leipzig im Jahr 1843 seinen Taktstock mit Mendelssohn tauscht
  • Felix Mendelssohn Bartholdy und seine Schwester Fanny sind auf dem Dreifaltigkeits-Kirchhof I in Berlin-Kreuzberg begraben.
  • 1892 wird in Leipzig eine Mendelssohn-Statue nach einem Entwurf von Werner Stein vor dem Gewandhaus enthüllt
  • Die Nationalsozialisten entfernen diese Leipziger Mendelssohn-Statue 1936 während einer Auslandsreise des Leipziger Oberbürgermeisters Carl Goerdeler. Dieser tritt daraufhin zurück und wird Teil des deutschen Wiederstands.
  • Im Oktober 2008 wurde eine Nachbildung der Statue vor der Leipziger Thomaskirche wieder aufgestellt.
  • 2009 wurde ein neues, wissenschaftliches Werkverzeichnis – das Mendelssohn-Werkverzeichnis (MWV) – mit 750 Kompositionen in 26 Gruppen von der Mendelssohn-Forschungsstelle der Sächsischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

Hier ein paar Worte über Mendelssohn von Ö1 Redakteurin Elke Tschaikner

Er ist siebzehn und es ist Sommer. Der Sommer des Jahres 1826. Ein strahlender Sommer im Garten mit Freundinnen und Freunden. Sie spielen, flirten, lesen sich Geschichten vor. Romane von Jean Paul, Theaterstücke von William Shakespeare, die vor kurzem erst in deutschen Übersetzungen erschienen sind. Später wird es in der Familienchronik der Mendelssohns heißen: „Ein eigenes Geschick wollte, dass gerade in diesem Jahr 1826 sie selber in dem wunderschönen Garten, bei dem herrlichsten Wetter, auch ein traumartig phantastisches Leben führten. Dies ganze Leben hatte unverkennbar eine höhere, luftige Stimmung, eine idyllische Farbe, einen poetischen Schwung, wie man ihn selten im gemeinen Leben findet.“ In diesem Berliner Sommer schreibt der siebzehnjährige Felix Mendelssohn Bartholdy ein Orchesterwerk, das eines seiner berühmtesten werden und bleiben sollte. Sonne, Farben, Spiele, verliebt sein, Shakespeare. Der junge Komponist webt diesen Sommer in seine Musik.

Ein Sommernachtstraum. Schauspielmusik zu Shakespeares Komödie A Midsummer Night‘s Dream. So leichtfüßig, märchenhaft und verspielt wie Shakespeare klingen die Orchesterbilder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Und mittendrin der erstaunliche Geniestreich eines komponierenden Teenagers: Der Hochzeitsmarsch. Mendelssohn ist also ein höchstbegabter, musikalischer Frühstarter, dessen kurzes Leben nicht nur wegen seines Genies als Komponist in die Musikgeschichtsschreibung eingeht, er setzt auch als Dirigent, Pianist und Organist Maßstäbe. Außerdem bringt er die damals fast vergessene Musik von Händel und Bach auf die Bühne und gilt damit als Mitbegründer der historischen Musikpflege.

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