richard wagner portrait watercolor

7 kuriose Fakten über Richard Wagner

Anlässlich seines heutigen 205. Geburtstages (*22. Mai 1813) haben wir ein bisschen über den Komponisten für Sie recherchiert. Hier 7 wissenswerte Fakten über den Komponisten.

1. Wagner: WANTED dead or alive

Dem Komponisten wurde aufgrund seiner Schulden mit dem Gefängnis gedroht. Er konnte jedoch rechtzeitig ins Ausland fliehen, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen.

2. (K) eine Freundschaft mit Robert Schumann

Eine berühmte Bemerkung von Robert Schumann: „Für mich ist Wagner unmöglich; er ist gewiss ein geistreicher Mensch, aber er redet in einem fort. Man kann doch nicht immer reden“ Bei anderer Gelegenheit äußerte sich Wagner: „Wir stehen äußerlich gut miteinander; aber mit Schumann kann man nicht verkehren: er ist ein unmöglicher Mensch: er redet gar nichts“.

3. Eigenwillige Persönlichkeit

Der Wiener Kritiker Eduard Hanslick schrieb einst über ihn: „Er war der personifizierte Egoismus, rastlos tätig für sich selbst, teilnahmslos, rücksichtslos gegen andere. Dabei übte er doch den unbegreiflichen Zauber, sich Freunde zu machen und sie festzuhalten“. Zu seinem 42. Geburtstag verfasste Richard Wagner folgenden Reim über sich selbst: „Im wunderschönen Monat Mai, kroch Richard Wagner aus dem Ei. Es wünschten viele, die ihn lieben, er wäre lieber drin geblieben“.

4. In vino veritas

Dem Alkohol nicht abgeneigt, hegte der Komponist eine beeindruckende Weinsammlung. In seinem Weinkeller lagerten 180 Flaschen Rotwein, 128 Flaschen Weißwein, sieben Flaschen Champagner sowie 41 Flaschen Cognac und weitere Spirituosen. Nach einem Konzert sagt er einmal: „Wenn ich nach einem Konzert so ganz und gar fertig bin, habe ich nur ein Mittel gefunden, das mir wieder auf die Beine hilft: einen guten schweren Burgunder in ein großes Bierglas gegossen und auf einen Zug runter damit …“

5. Hunde- und Papageienliebe

Seine große Liebe galt seinen Haustieren, einem Zwergspaniel Peps und einem Papagei Papo. In einem Brief spricht er von ihnen folgendermaßen: „Meine durch Gottes besondere Gnade und unbegreifliche Fügung ohne eheliche Zeugung und Geburt mir verliehenen Kinder, das Söhnlein Peps und das Töchterlein Papo“.

6. Dunkle Seite

Richard Wagner war bekennender Antisemit und wurde von Adolf Hitler als Idol gefeiert. Dieser verwendete seinen „Ritt der Walküren“ fürPropaganda und Kriegsberichterstattung. Noch heute wird seine Musik oft in Verbindung mit dem dritten Reich oder dem „Bösen“ gebracht. In Francis Ford Coppolas Vietnam-Film „Apocalypse Now“ löschen US-Soldaten zur Musik des Walkürenrittes ein Dorf aus und auch in Werner Herzogs Vampirklassiker „Nosferatu“ erklingt das Vorspiel zu „Rheingold“. Daniel Barenboim, der Wagners Werke gerne und oft dirigiert sagt dazu: „Wagner war antisemitisch, seine Musik nicht“.

7. „Kosmische“ Liebe

Seine Frau Cosima war eine nichteheliche Tochter Franz Liszts und der Gräfin Marie d’Agoult. Zunächst heiratete sie den Musiker Hans von Bülow, der mit Richard Wagner zusammenarbeitete. Cosima verliebte sich schnell in den 24 Jahre älteren und 15 cm kleineren Richard Wagner und wurde seine „Sekretärin“. Später ließ sie sich von ihrem Mann scheiden und heiratete Richard Wagner. Sie organisierte die ersten Bayreuther Festspiele im Jahr (1876) und gab wichtige Impulse für sein letztes Werk „Parsifal“.

 

Wir hoffen Ihnen haben unsere 7 kuriosen Fakten über das Musikgenie gefallen. Mehr Wagner sehen Sie hier.

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