5 kuriose Fakten über Nikolaj Rimskij-Korsakow

1. Ikonischer Heimatort

Nikolaj Rimskij-Korsakow wurde heute vor 175 Jahren in Tichwin, Russland rund 216 km östlich von Sankt Petersburg geboren. Diese Stadt ist auch für die Gottesmutterikone von Tichwin bekannt, die in ganz Russland verehrt wird. Man betet vor ihr besonders um die Gesundheit der Kinder und die Heilung ihrer Krankheiten. Es heißt die Ikone wurde noch zu Lebzeiten Marias von Lukas gemalt.

Gottesmutterikone von Tichwin
Gottesmutterikone von Tichwin

2. Vom Militär geprägt

Zu Beginn schlug Rimskij-Korsakow eine militärische Karriere ein und war Marineoffizier. Später trat er eine Professur für Instrumentation und Komposition am St. Petersburger Konservatorium an. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Glasunow, Respighi, Prokofjew und Strawinsky.

3. Das mächtige Häuflein

Er war Mitglied der „Gruppe der Fünf“ oder „Das mächtige Häuflein“, eine Gruppe russischer Komponisten des 19. Jahrhunderts, die die nationalrussische Musik in der Tradition von Michail Glinkas fortführten. Weitere Mitglieder waren: Mili Balakirew, Alexander Borodin, César Cui, Modest Mussorgski. Sie selbst nannten sich die Novatoren. Sie setzten sich von anderen russischen Komponisten wie zum Beispiel Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Anton Rubinstein ab, die sich von westeuropäischen Komponisten inspirieren ließen.

Gruppe der Fünf

4. Kritikübend

Rimskij-Korsakow bewunderte Haydn und schrieb einst über ihn er sei ein „großer Orchestrator und ein Vater der modernen Orchestration“. Er vergötterte Wagners Ring des Nibelungen und kritisierte moderne Komponisten wie Richard Strauss und Claude Debussy heftig. Auch an seinem Rivalen und Landmann Tschaikowsky ließ er kein gutes Haar: seine Musik zeuge „von schlechtem Geschmack“.

5. Malen nach Zahlen

Rimskij-Korsakow war Synästhetiker. Darunter versteht man eine Gruppe von Menschen, die Zahlen farbig wahrnehmen oder Buchstaben und Worte fühlen oder schmecken können.

Zu den häufigsten Synästhesieformen gehören:

  • Graphem-Farb-Synästhesie: hier werden Buchstaben und / oder Zahlen mit einem Farbeindruck verbunden.
  • Farbiges Hören: hier werden Geräusche und/oder Musik gleichzeitig in Farbe und/oder Formen wahrgenommen. Auch Geschmacksrichtungen, Gerüche oder Körperempfindungen werden visuell begleitet.
  • Zeit-Raum-Synästhesie: Zeiteinheiten wie z.B. Wochentage, Monate, das Jahr oder auch Ziffern haben einen gewissen Platz / räumliche Anordnung
  • Person-Farb-Synästhesie: hier werden unterschiedlichen Persönlichkeiten jeweils eine charakteristische Farbe zugeordnet. Auch die Zuordnung von Ziffern ist möglich.

Auf fidelio sehen Sie seine Oper „Die Zarenbraut“ unter der Leitung von Daniel Barenboim in der Berliner Staatsoper.

 

Ihre Leonore

 

 

 

 

Könnte Ihnen auch gefallen

7 kuriose Fakten über Ruggero Leoncavallo

7 kuriose Fakten über Herbert von Karajan

5 kuriose Fakten über Richard Strauss

Kinder in einer Opernloge

Die 8 nervigsten Dinge im Konzertsaal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.